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Letzte Woche waren wir schon in Zimbabwe und diese Woche bleiben wir da noch einmal. Von der Poesie geht es aber nun zu einem Roman: Nervous Conditions (auf deutsch „Der Preis der Freiheit“) von Tsitsi Dangarembga.

Dangarembga wurde 1959 in Mutoko geboren. Sie war erst 25 Jahre alt als Nervous Conditions veröffentlicht wurde, was bis heute als ihr größter Erfolg gilt. Mit ihm gewann sie auch den Commonwealth Writer Prize in der Kategorie Afrika. Allerdings hat sie sich in den letzten Jahren auch verstärkt dem Filmen zugewandt und u.a. an der Berliner Film- und Fernsehakademie studiert. Ihr Kurzfilm Kare Kare Zvako (Mother’s Day) ist nur einer von vielen spannenden Ergebnissen.

Aber was ist so toll an Nervous Conditions? Der Roman folgt dem Mädchen Tambudzai (und auch ihrer Cousine Nyasha) durch die Jugend und das langsame Erwachsenwerden. Dabei seziert Dangarembga fein, wo Tambudzai als Schwarzes Mädchen aus ländlichen Gebieten steht. Sie erkämpft sich ihre Bildung und kommt letzten Endes an die Missionsschule, an der auch ihr Onkel lehrt. Dort kommt sie auch wieder ihrer Cousine Nyasha näher, die einen Großteil ihrer Kindheit in Großbritannien verbracht hat. Durch die unterschiedlichen Hintergründe aber wird besonders deutlich, in welchem System die beiden Mädchen agieren. Sie müssen sich gegen eine patriarchale, rassistische Kolonialgesellschaft durchsetzen, aber wehren sich auch gegen patriarchale Strukturen ihrer Shona-Gesellschaft.

Einen kleinen Eindruck von Dangarembga lässt sich in diesem Video gewinnen:

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