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Das Missy Magazin ist seit der ersten Ausgabe fester Bestandteil meiner Must-Read-Magazine. Als mein aktuelle Ausgabe in den briefkasten flatterte, ich sie freudig rauszog und durchblätterte, blieb leider etwas Freude im Hals stecken. Grund: Das hier gezeigte Bild. Teil einer Fotostrecke.

Eines zeigt es ganz klar. (Nicht dass das eine neue Erkenntniss wäre…) Feministische Räume, hier gemeint als mehrheitlich weiße feministische Räume, sind leider nur selten Rassismusfrei. Eine Beschäftigung mit einem Unterdrückungsmechanismus geht leider nicht automatisch einher mit der Auseinandersetzung mit anderen Unterdrückungsmechanismen.

Wer sich immer noch fragt, was denn nun problematisch an diesem Bild ist, sollte auf jeden Fall den Artikel „But Why Can’t I Wear a Hipster Headdress?“ lesen. Die Autorin des Artikels vergleicht die Praxis mit Blackface. Und das dies kein us-amerikanisches Problem ist, sieht man_frau schon an ihren Beispielen. „Indianer spielen“ ist auch in Deutschland weit verbreitet. Das in Kombination mit Karl May. Auch hier werden Stereotype zu Native Americans verbreitet. Und doch oftmals vergessen, dass es eine tiefe Geschichte von Kolonialismus gibt, welche bis heute Nachwirkungen hat.

Leider ist dies kein Einzelfall. So wird in dem Beitrag zu Frauen in Comedy unkommentiert die us-amerikanische Serie „2 Broke Girls“ als Beispiel genannt. Wenigstens ein kritischer Nachsatz zu der ständigen Wiederholung rassistischer Stereotype (Der kleine asiatische Mann. Ja. Nur eins von vielen Beispielen) wäre nötig gewesen. Ich möchte keine weißen Frauen bejubeln, nur weil sie es in eine Serie geschafft haben, wenn diese Serie hochgradig problematisch ist. Das zu ignorieren ist nämlich auch eine verdammte Privilegien-Sache.

Das Missy Magazin hat nie auf meinen Tweet reagiert. Mein Eintrag bei Facebook, wo auch schon andere Leserinnen zugestimmt hatten, ist leider nicht mehr auffindbar.Mittlweile hat das Missy Magazin auf meinen Tweet reagiert und FB mobbt mich nicht mehr (mein Kommentar ist also auch wieder auffindbar). Eine abschließende Einschätzung gab es aber noch nicht.

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4 Kommentare zu “Hipster Headdress. Niemals cool. Niemals hip.

  1. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Sexismus, Rassismus – von allem zu viel: Die Blogschau

  2. es gibt ja auch die kritik an weissen mit dreadlocks, ist das damit vergleichbar oder auf einer anderen ebene? und was ist eigentlich mit piercings, gedehneten ohrlöcher usw.?

  3. Pingback: dT ~ dieTilde {°°}

  4. Pingback: Links vom 10.05.2012 bis 11.05.2012 | endorphenium Links vom 10.05.2012 bis 11.05.2012 | photography & other stuff

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