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Für alle, die nicht die Möglichkeit hatten das BE.BOB selbst zu besuchen, habe ich hier ein paar meiner Impressionen der Roundtables der letzten zwei Tage zusammengefasst. Aufgrund der großen Anzahl von Vorträgen kann ich hier leider nur ein paar vorstellen.

Decolonizing the Afropean Citizenship: Wright, Biko, Fanon and Satre

Den Auftakt machte am Montag Morgen Artwell Cain, der in seinem Vortrag „(Mis)Representation of the Black in the Netherlands“ auf die anhaltende fehlende und – wenn vorhanden – negative Darstellung von Schwarzen in den holländischen Medien einging.

When you ask a white or Black child in the Netherlands (they are informed by the same water, namely the media) about a positive image of a Black man, he will tell you Barack Obama and Nelson Mandela, but nothing beyond. (Cain)

Interview mit Artwell Cain über ‚race‘ in Holland.

Blog von Artwell Cain.

Artwell Cain war von 1991-2000 der Direktor der Foundation for the Furtherance of the Well-being of Antilleans and Arubans in Rotterdam. Neben Veröffentlichungen zu Staatsbürgerschaft, den Folgen des transatlantischen Versklavungshandels und sozialer Mobilität war er bis 2012 Direktor des NiNsee (National Institute of Dutch Slavery Past and Legacy).

Walter Mignolo machte drei Statements in Form von Videos:

Richard Twiss, Lakota Theologe und Autor, spricht über die Verbindung von Christentum und Kolonialismus.

So here we are now, 400 years of colonialism and colonization. (T)he unique American brand of colonialism had embedded with it a biblical narrative of chosenness and sovereignty. (Twiss)

– Der Afro-Amerikanische Autor Richard Wright hält in seinem Buch „The Colour of Curtain“ sein Erleben der Bandung Konferenz 1955 fest. Die Konferenz war die erste interkontinentale Konferenz, in der Führer asiatischer und afrikanischer Länder zusammen kamen um politische, ökonomische und kulturelle Themen zu diskutieren.

The goal was to promote economic and cultural cooperation between Asian and African countries in order to prevent future colonialism or neocolonialism by either the US or the Soviet Union. (Mignolo)

Eröffnungsrede des indonesischen Premierministers Achmed Sukarno.

– Der amerikanische Autor James Baldwin spricht 1965 an der Cambridge University zu der Frage „Is the American Dream at the expense of the American Negro?“. (gezeigter Ausschnitt: 30:34 – 38:05 min)

Website von Walter Mignolo.

Walter Mignolo ist William H. Wannamaker Distinguished Professor und Direktor des Center for Global Studies und den Humanities an der Duke University. Er hat zu verschiedenen Aspekten der modernen und kolonialen Welt veröffentlicht, sein letztes Buch, „The Dark Side of Western Modernity: Global Futures, Decolonial Options“, erschien im Dezember 2011.

Grada Kilomba

Grada Kilomba las das Kapitel „Where do you come from?“ aus ihrem Buch „Plantation Memories“.

The question contains the colonial fantasy that ‚German‘ means white and Black means stranger (Fremd/er) or foreigner (Ausländer). It is a construction in which ‚race‘ is imagined within specific national boundaries, and nationality in terms of ‚race‘. Both Blackness and German-ness (or European-ness) are reproduced here as two contradictory categories that mutually exclude each other. One is either Black or German, but not Black and German; the ‚and‘ is replaced by ‚or‘ making Blackness incompatible with German-ness. (Kilomba)

Grada Kilomba ist Schriftstellerin und Wissenschaftlerin. Sie schreibt über Erinnerung, Trauma, Rassismus, Gender und Postkolonialismus, indem sie akademisches und lyrisches Schreiben kombiniert. Momentan ist sie Professorin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Decolonizing the ‚Cold‘ War: Internationalism, Black Europe and the Panthers I

Neil Kenlock, der das Cover-Bild „Keep Britain White“ für BE.BOP gestaltete, sprach zusammen mit Barbara Gray, die auf besagter Fotografie Modell steht, über den gemeinsamen Aktivismus der Black Panther Bewegung in Großbritannien.

It was and is my right to be in Britain. I am even more right (than whites) to be in Britain and benefit from all the work my ancestors did without being paid. (Kenlock)

Website von Neil Kenlock mit weiteren Fotografien.

Interview mit Barbara Gray vom 22. Mai 2013 – frisch vom BE.BOP.2013

Neil Kenlock wurde in den späten 60er Jahren der offizielle Fotograf der Black Panther Bewegung in Großbritannien. Er dokumentierte Demonstration, Proteste und Unruhen während der 1970er und frühen 1980er Jahre in London.

Die Künstlerin Jeannette Ehlers zeigte mehrere Videos und Fotografien, darunter die Videos „Off the Pig“ and „Black Bullets“, die beide von der haitischen Revolution beeinflusst sind, und „The Image on Me“.

Website von Jeannette Ehlers.

Sequenz aus dem Film „Black Bullets“ von Jeannette Ehlers

Jeannette Ehlers studierte an der Royal Danish Academy of Fine Arts und der Funen Academy of Fine Arts in Kopenhagen. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem dänischen Versklavungshandel und weltweitem Kolonialismus durch digital manipulierte Fotographien und Videoinstallationen.

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Ein Kommentar zu “BE.BOP 2013 Roundtable-Impressionen

  1. Pingback: BIGSAS Festival 2013: “Intertextualität” (III) – Manthia Diawara über Edouard Glissant | Afrika Wissen Schaft

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