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Eine neue Rubrik möchte ich heute einweihen: die Buchbesprechung. Los geht es mit dem Werk „Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses“ des Iren Jack Holland.

Eckdaten

  • Titel: Misogynie. The World Oldest Prejeduce (Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses)
  • Autor_in: Jack Holland
  • Erscheinungsjahr: 2006 (in deutscher Übersetzung 2007)
  • Seiten: 405 (in der deutschen Übersetzung; 1. Auflage bei Zweitausendeins)

Inhalt

  • Thematik: Wie der Titel schon hergibt, befasst sich Jack Holland mit der Geschichte des Frauenhasses. Er beginnt in seiner Einleitung mit aktuellen Auswüchsen der Misogynie, innerhalb von zwei Seiten fährt Holland von Pakistan, über Nord-Korea und Nigeria in seine Heimat Irland. In den folgenden Kapiteln zeigt Holland Entwicklungen und Tendenzen des Frauenhasses in Philosophie, Literatur und Politik – und damit auch wie Misogynie gesamtgesellschaftlich wirkt.
  • Gliederung:
      • Einleitung
      • Pandoras Töchter
      • Frauen vor den Toren: Misogynie im alten Rom
      • Göttliche Intervention: Frauenhass und der Aufstieg des Christentums
      • Von der Himmelskönigin zum Satansweib
      • Schöne neue Welt: Misogynie und Aufklärung
      • Die Geheimnisse der Viktorianer
      • Misogynie im Zeitalter des Übermenschen
      • Körperpolitik
      • Zum Schluss

Zitat

„Der Weg der Misogynie, des krankhaften Hasses auf Frauen, reicht weit, von den luftigen Höhen des Denkens griechischer Philosophen, die die Weltsicht der westlichen Gesellschaften mit geprägt haben, bis in die dunklen Gassen Londons im 19. Jahrhundert und auf die Autobahnen Los Angeles, wo Serienmörder eine blutige Spur verstümmelter Frauenleichen hinterlassen haben.“

Warum lesen?

  • unterhaltsame Aufbereitung harten Stoffes
  • die nachgezeichnete Entwicklung beleuchtet viele bekannte Namen und Konzepte aus einer anderen Perspektive
  • spannende Einblicke in verschiedene Epochen
  • bildreiche Erklärung des Dualismus „Hure“ vs. „Heilige“ und die damit einhergehende Implikationen

Und die Kritik?

  • trotz des Titels und der Einleitung bleibt die Darstellung in weiten Teilen eurozentrisch in den Themen und Thesen
  • auch werden Kategorien wie race und Klasse zu wenig betrachtet, besonders aufällig ist die Verankerung in einer Heteronormativität
  • im letzten Teil des Buches verfällt Holland leider in einen sehr starken Biologismus, was einen besonders schalen Nachgeschmack hinterlässt

Andere Rezensionen

Meine Bewertung

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Ein Kommentar zu “Buchbesprechung: Misogynie: Die Geschichte des Frauenhasses

  1. Pingback: Stefanie denkert | Matthewthomas

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