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Als ich im Februar in Leeds war, hatte ich das große Glück Fungai Machirori kennen zu lernen. Ihre Gedichte wurden im letzten Jahr im wunderbaren Band „Sunflowers in Your Eyes“ (zusammen mit den Gedichten dreier anderer jungen, zimbabwischen Poetinnen) herausgegeben.

Nun hat sie vor 5 Tagen einen tollen Artikel in der Mail&Guardian veröffentlicht, den ich euch hier mit wärmstens empfehle. Der Titel lautet „Incompletely Me“ und Fungai beschreibt ihren späten Zugang zu afrikanischer Literatur. Sie erzählt, warum sie dank ihrer Bildung, die sie in Zimbabwe genossen hat, sehr viel über Großbritannien und Europa im allgemeinen weiß, aber Zimbabwe bzw. Afrika lange Zeit unwichtig erschienen.

Einer ihrer Kerngedanken hier (inklusive meiner Übersetzung):

Please don’t think that I regret my education. I don’t. I know I was privileged to have access to myriad experiences and resources that I might not have been able to experience within a different setting. But an older, wiser, more critical version of myself looks back, with remorse, at the earlier self that entertained the idea that African literature, philosophy, politics and history were disciplines so undeserving of my attention that they did not warrant my investing any time or interest into them.

Bitte denkt nicht, dass ich meine Bildung bereue. Ich tu es nicht. Ich weiß, dass ich privilegiert war Zugang zu dieser Unzahl von Erfahrungen und Resourcen zu haben, die ich vielleicht in einem anderen Rahmen nicht erfahren hätte. Aber eine älterere, weiserer und kritischere Version von mir schaut zurück, mit Reue, auf dieses frühere Ich, welches die Vorstellung teilte, dass afrikanische Literatur, Philosophie, Politik und Geschichte Disziplinen wären, die meiner Aufmerksamkeit so unwürdig waren, dass sie keine Berechtigung auf meine Zeit oder mein Interesse hatten.

Den ganzen Artikel findet ihr hier. Und wenn ihr dann noch mehr von Fungai lesen wollt, empfehle ich ihren Blog: Fungai Neni.

Fungai Machirori ist eine zimbabwische Journalistin, Autorin und Poetin. Zur Zeit macht sie ihren Master in England und gibt ein Magazin (Young Women First) heraus. Als Journalistin beschäftigt sie sich eingehend mit Gender-Themen und HIV/Aids.  Für ihre Arbeit gewann sie bereits 2007 einen Preis des Africa Network for Strategic Communication in Health and Development.

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