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WiSe 2010/11 Qualitative Sozialforschung: Heute gibt es etwas aus der Methodenschublade. Was ist eigentlich ein narratives Interview? Wofür ist diese Methode nützlich? Und was kann sie nicht?
Das narrative Interview gehört zu den qualitativen Methoden. Das heißt unter anderem, dass mit ihr keine bestehende Theorie überprüft werde soll, sondern dass der_die Forscher_in aus der Empirie eine neue Theorie entwickeln möchte.

Mit dem narrativen Interview kann man vergangene Prozesse erfassen, an den der_die Interviewte selbst teilhatte (entweder handelnd oder auch erleidend). Aus diesem Grund wird das Interview oft in der Biographieforschung eingsetzt. Hierbei geht es aber nicht um das subjektive Erleben des_der Interviewten, sondern darum die unterliegenden sozialen Strukturen freizulegen.

Das besondere an dem Interview ist, dass durch einen Stimulus versucht wird, den_die Interviewte_n zu einer Stegreiferzählung zu bringen. Dies ist eine erzählende (im Gegensatz zu deutend, erörternd, beschreibend) Geschichte, welche zuvor nicht so erzählt wurde, also nicht vorbereitet war. Nur bei so einer Stegreiferzählung greifen nach Schütze, die Zwänge der Erzählung, die dann einen Text ergeben, der zu interpretieren ist.

Literatur

Brüsemeister, Thomas. Qualitative Sozialforschung: Ein Überblick. FernUniversität Hagen.

 

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