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Bereits im Dezember hatte ich hier einen Teil (über hegemoniale Männlichkeit) der nun vollständig folgenden Hausarbeit veröffentlicht. In meiner Arbeit aus dem letzten Semester (SoSe 2010) beschäftigte ich mich mit einem bunten Potpourri aus Männlichkeitskonzeptionen, Staat und Kriegern. Ich ging der Frage nach, ob Idi Amin in einer Tradition mit einer vorkolonialen „warrior tradition“ gesehen werden könne und welchen Einfluss das Männlichkeitskonstrukt auf den Staat hatte.

Für alle, die die Arbeit lieber als PDF haben wollen und nicht in einer Blogformatierung: Männlichkeitskonzeptionen und der Staat unter Idi Amin

1. Einleitung

Im Jahr 1962 wurde Uganda unabhängig. Als erster Premierminister regiert Milton Obote das Land bis sich 1972 Idi Amin an die Macht putscht. Noch während seiner Regierungszeit schreibt Ali Mazrui 1975 das Buch „Soldiers and kinsmen in Uganda. The making of a military ethnocracy“. In diesem Buch zieht Mazrui eine Linie von der „warrior tradition“ im vorkolonialen Afrika hin zu der Art der Führung Idi Amins[1]. Amin könne in jener „warrior tradition“ betrachtet werden, welche nur durch die Kolonialzeit unterbrochen gewesen sei.[2]

Militante Männlichkeit, und genau von dieser geht Mazrui aus, wird in der neueren Literatur oftmals als hegemoniales gesellschaftliches Konstrukt beschrieben[3] und in engem Zusammenhang mit Staatsbildungsprozessen und Politik rezipiert.[4]

Unter diesen neueren Forschungsaspekten schlage ich eine Neubetrachtung der Thesen Mazruis  unter einem verstärkten Geschlechterfokus vor. In meiner Arbeit werde ich untersuchen, inwiefern bestimmte Männlichkeitskonzeption und die damit einhergehende hegemoniale Männlichkeit in Uganda unter Idi Amin Einfluss auf den gesamten Staat hatte.

Neben der „warriror tradition“ betrachtet Mazrui in erster Linie ethnische Zusammenhänge und diskutiert den Aufbau einer „ethnocracy“. Auf diesen Aspekt werde ich in meiner Arbeit nicht eingehen, da dieser eine ganz eigene Betrachtung benötigte. So argumentiert unter anderem Rita Schäfer, dass die „Einteilung der zahlreichen ugandischen Bevölkerungsgruppen in ethnische Kategorien ein koloniales Konstrukt“[5] sei.

Das Konzept der hegemonialen Männlichkeit, welches hier als Leitfaden der Analyse dienen soll, wurde in erster Linie von R.W. Connell entwickelt. In meinen Ausführungen werde ich mich aus diesem Grund insbesondere auf ihre Ausführung und Neubetrachtung des Konzeptes stützen.  Zur konkreten Männlichkeitskonzeption in Uganda ist die Literatur bisher weniger ergiebig. Erst in neueren Aufsätzen wird sich mit dieser befasst und dann im Zusammenhang mit aktuellen Konflikten. Aus diesen Aufsätzen habe ich die Aussagen gezogen, welche sich mit der historischen Entwicklung bestimmter Männlichkeitskonzeptionen auseinander gesetzt haben und habe diese in einen Zusammenhang mit Mazruis eher impliziten Thesen zur Männlichkeit gesetzt. Die Literatur zum Einfluss von bestimmten Männlichkeiten und Männlichkeitskonzeptionen auf Staaten stammt aus der feministischen Politikwissenschaft, welche sich seit den 1970ern entwickelt hat. Aber auch für diese stellt Birgit Sauer fest:  „Das Problem, wie denn die „Männlichkeit“ des Staates konzeptuell zu fassen sei, ist bei weitem noch nicht erschöpfend geklärt.“[6]

In meiner Arbeit werde ich zunächst kurz in die Geschichte Ugandas einführen, um den Rahmen für die weiteren Abschnitte zu legen. Darauf folgend werde ich das Konzept der hegemonialen Männlichkeit und der pluralen Männlichkeiten nach R.W. Connell erläutern und für Uganda verschiedene Einflüsse auf die Männlichkeitskonzeption aufzeigen. Im letzten Schritt werde ich den Einfluss von Männlichkeitskonzeptionen auf Staaten untersuchen. Dabei werde ich Mazruis Thesen ausführen und anhand der neueren Literatur kritisch diskutieren.

In dieser Hausarbeit wird Geschlecht als Analysekategorie genutzt, die betreffenden Strukturen und Prozesse also hinsichtlich ihrer Geschlechteraspekte betrachtet. Doch was bedeutet Geschlecht in diesem Zusammenhang?

Geschlecht wird dabei nicht als gegeben gesehen, sondern in seiner „sozialen Konstruktion“ aufgezeigt.[7] Eva Kreisky fasst dazu in ihrem Vortrag „Konzeptuelle und theoretische Vorüberlungen“ zusammen:

Weiblichkeit und Männlichkeit beruhen auf gesellschaftlichen und politischen Bauweisen. Das restriktive Bild der Zweigeschlechtlichkeit, die hierarchische Organisation von Geschlechterverhältnissen usw. werden mehr durch gesellschaftliche und politische Mechanismen als durch biologische Natürlichkeit gestaltet. Die Konstruktion des Geschlechts findet in der alltäglichen gesellschaftlichen Praxis statt. [8]

Geschlecht beinhaltet dementsprechend Verhaltensmuster, welche gesellschaftlich vorgegeben werden und welche das Handeln von Individuen bestimmen. Diese Handlungsoptionen werden nicht allein von der Geschlechterkonstruktion bestimmt, sondern stehen in einer Interdependenz mit anderen Faktoren wie Alter, Ethnizität und Klasse.[9]

Bei meiner Analyse betrachte ich also keine biologischen Tatsachen, sondern gesellschaftlich geschaffene Konstrukte. Diese Konstruktion, die damit verbundenen Machtgefälle und Prozesse werde ich anhand von der Konstruktion von Männlichkeiten aufzeigen.

2. Historische Einführung

Vor der Kolonialzeit war das Gebiet des heutigen Ugandas durch eine Vielzahl von Königreichen und anderen Gemeinschaftsformen geprägt. Neben den größeren Königreichen Buganda und Bunyoro, gab es noch kleinere weitere. Robert Wyrod schreibt über das präkoloniale Buganda:

[…] it is important to emphasize that power and privilege were generally accorded to men. Ganda society did have roles for elite women, such as then nnamasole (queen mother) and lubuga (queen sister), but ordinary women had little formal authority in Ganda society.[10]

Im Jahr 1892 schließt Großbritanien einen Protektoratsvertrag mit dem im Süden liegendem Buganda ab und gewährt dem Königreich eine Reihe von Sonderrechten. Aus diesem Grund werden auch Baganda bevorzugt in der Kolonialverwaltung eingesetzt. Die unterschiedliche Behandlung zeigt sich auch in den wirtschaftlichen Entwicklungen. So verstärkte beispielsweise die Förderung des Kaffee-Anbaus im Süden Ugandas schon zuvor vorhandene regionale Disparitäten.[11] „Obwohl die britische Kolonialmacht in einigen Gebieten im Norden den exportorientierten Baumwollanbau einführte, verhinderte sie eine gleichberechtigte Entwicklung der unterschiedlichen Landesteile.“[12], merkt Rita Schäfer in an.

Auch Mazrui geht auf diese sich ausbauenden Disparitäten ein. Er beschreibt diese als ein Wechselspiel zwischen politischen, kulturellen und ökonomischen Faktoren, die zu dieser Entwicklung des ruralen, nördlichen Ugandas führten.[13] Diese Entwicklung hatte einen unverhältnissmäßigen Anteil von Baganda in der Administration sowie Ökonomie und im Gegensatz dazu unverhältnissmäßig hohen Anteil von Bewohnern des nördlichen Ugandas in der Kolonialarmee zur Folge.[14] Mazrui schreibt:

The relatively segmentary Nilotic and Sudanic communities of the north were already becoming political periphery made them attractive for millitary recruitment into the imperial armed forces.[15]

Dies ging damit einher, dass den im Norden ansässigen normadischen Bevölkerungsgeruppen durch die Kolonialherrschaft besondere kriegerische Fähigkeiten zugeschrieben und diese als »martial tribes« konstruiert wurden.[16] Auch auf Grund von ökonomischen Faktoren wurde die Kolonialarmee für einige Dörfer sogar zur zweit größten Einnahmequelle nach der Landwirtschaft.[17]

Am 9. Oktober 1962 erlangt Uganda die Unabhängigkeit. Auch dort zeigt sich wiederum die besondere Stellung des Königreiches Buganda, als der König Bugandas, Mutesa II, 1963 der Staatspräsident wird. Erster Premierminister wird 1962 Milton Obote, der aus Norduganda stammt. Die Zusammenarbeit zwischen Mutesa II und Obote hält aber nicht lang. Bereits vier Jahre später, 1967, wird unter Obote Uganda ein Einparteienstaat und zwei Jahre darauf verbietet er alle Oppositionsparteien. Unter Obote wächst die Armee nochmals beträchtlich an, weiterhin werden die meisten Soldaten aus den nördlichen Gemeinschaften rekrutiert.[18]

Im Januar 1971 putscht sich dann Idi Amin an die Macht. Er war bereits unter den Briten in der Kolonialarmee aktiv gewesen und hatte für diese im Mau-Mau-Krieg in Kenia gekämpft. Schäfer bilanziert:

Die britische, US-amerikanische und israelische Geheimdienste hatten eine nicht unerhebliche Rolle beim Aufbau Amins gegen Obote gespielte [sic!]. Dieser Zögling der Kolonialmacht entpuppte sich bald als einer der brutalsten Despoten des Kontinents, der eine Schreckensherrschaft etablierte, die mindestens 300.000 Menschen das Leben kostete; manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 500.000 Todesopfern aus.[19]

Idi Amin lässt dabei gezielt Langi und Acholi, Bevölkerungsgruppen aus dem Norden Ugandas, umbringen, die Obote im Militär bevorzugt hatte.[20] Mazrui stellt aber fest, dass weiterhin überproportional viele Soldaten aus dem Norden rekrutiert wurden.[21] Doch kamen diese nun eher aus dem West-Nil Gebiet, der Herkunftsregion Idi Amins.[22]

Idi Amin wird im Jahr 1979 entmachtet. Bereits inden Jahren zuvor waren viele ehemalige Anhänger Amins ins Exil geflohen. 1978 war seine Unterstützeranzahl stark gesunken. Im November meuterten dann einige der ugandischen Truppen. Idi Amin schickte Truppen, um gegen die Meuterer vorzugehen, welche teilweise auch nach Tansania flohen. Amin ließ daraufhin Gruppen in Tansania einmaschieren und annektierte den Kagera-Zipfel, da er Tansania vorwarf die Meuterer und Rebellen zu unterstützen. 1979 schlägt Tansania mit Unterstützung von Exil-Ugandern zurück. Amin gelingt die Flucht nach Lybien. 2003 stirbt er im Exil in Saudi-Arabien.

3. Männlichkeitskonzeptionen

3.1. Männlichkeiten und hegemoniale Männlichkeit

In  meiner Betrachtung und Analyse werde ich mich in erster Linie auf das Konzept von Männlichkeiten und hegemonialer Männlichkeit von R.W. Connell stützen. Der Plural von Männlichkeit wird genutzt, um zu zeigen, dass es nicht ein alleiniges Konzept von Männlichkeit gibt, sondern eine ganze Vielzahl, da sich Männlichkeit mit anderen Faktoren überschneidet, wie Ethnizität und Sexualität. Darüberhinaus zeigt der Plural an, dass die Konzeption veränderlich ist und jederzeit in historische Prozesse eingebunden ist.[23]

Das Konzept der hegemonialen Männlichkeit kam erstmals Anfang der 1980ern auf. Im Jahr 2005 diskutierte Connell gemeinsam mit James W. Messerschmidt das Modell nochmals. Sie machten dabei verschiedene Vorschläge für Weiterentwicklungen.

Das Konzept sehen Connell und Messerschmidt in vielen vorhergegangen Theorien verwurzelt. Als grundlegende Quellen nennen sie feministische Theorien zu Patriarchialität   und die damit verbundenen Debatten sowie die Arbeiten von Feministinnen wie Angela Davis, welche die Intersektionalität von Geschlecht und race betrachteten.[24] Die Vorstellung der Hierarchie verschiedener Männlichkeiten fußte vorallem in der Erfahrung von homosexuellen Männern und deren Theoretisierung.[25] Darüber hinaus wurde das Konzept von der Psychoanalyse beeinflusst.[26]

Hegemoniale Männlichkeit meint nach Connell die Art der Parxis welche andauernde Dominanz bestimmter Männer erklärt.[27] Sie beschreibt also „jene Konfiguration sozialer Geschlechterpraxis, die die gegenwärtig angemessene und akzeptierte Legitimationsform patriarchaler Herrschaft abgibt“[28] Wie Kreisky feststellt, bedeutet das keinesfalls, dass jeder als männlich anerkannte Mensch tatsächliche teilhat an der hegemonialen Männlichkeit.[29] Connell erklärt, dass hegemoniale Männlichkeit nicht unbedingt das ist, was rein statistisch die Normalität (den Durchschnitt) darstellen würde, aber defintiv normativ wirkt, so dass sich Männer zu ihr positionieren.[30] Sie beschreibt auch noch zwei andere grobe Formen von Männlichkeit. Zum einen beschrieb sie jene Männer, welche von dem patriarchalen System profitieren, ohne selbst alle Ansprüche der hegemonialen Männlichkeit zu vereinen. Diese Gruppe benannte sie als komplizenhafte Männlichkeit.[31] Die andere Form ist die der untergeordneten Männlichkeit.

In dem bereits erwähnten Aufsatz von Connell und Messerschmidt zeigen sie vier Bereiche auf, in denen das Konzept weiter verfeinert werden muss. Zu erst betrachten sie die Geschlechterhierarchie und stellen fest, dass diese ganzheitlicher in ihrer gesamten Komplexität aufgefasst werden sollte, wie zum Beispiel die Handlungsfähigkeiten und Handlungen von untergeordneten Gruppen, gegenseitige Einflüsse von Geschlechterdynamiken auf soziale Dynamiken und die Rolle von Frauen bei der Konstruktion und Reproduktion von Männlichkeiten.[32]

Außerdem diskutieren die die Geographie von Männlichkeiten und gehen dabei auf die lokal spezifische Konstruktionen von hegemonialen Männlichkeiten ein. Sie schlagen eine Unterschiedung in drei Level von hegemonialer Männlichkeit: lokal (konstruiert im unmittelbaren Umfeld), regional (konstruiert auf dem Level der Kultur oder eines Staates) und global (konstruiert auf transnationaler Ebene). Zwischen diesen Ebenen gibt es natürlich Verbindungen und sie wirken aufeinander.[33]

Einen weiteren Fokus legen Connell und Messerschmidt auf die soziale Verkörperung, wobei „Körper“ wörtlich als solcher gemeint ist. Dazu zitieren sie einen anderen Aufsatz von Connell: „To understand embodiment and hegemony, we need to understand that bodies are both objects of social practice and agents in social practice“[34] Hegemoniale Männlichkeit ist also auch daran gebunden, wie der Körper genutzt und repräsentiert wird.[35]

Als letztes gehen Connell und Messerschmidt auf die Dynamiken von Männlichkeiten ein. Sie schreiben: „Although long acknowledged, the internal complexity of masculinities has only gradually come into focus as a research issue.“[36]. Hegemoniale Männlichkeit muss nicht immer zu einer zufriedenstellenden Lebenserfahrung für die teilhabenden Männer führen[37] und hegemoniale Männlichkeit (wie auch damit alle anderen Männlichkeiten) ist natürlich veränderlich und wird mit der Zeit geändert.[38]

3.1. Konstruktion von Männlichkeiten in Uganda

Männlichkeitskonstruktionen sind in Uganda auf lokalem aber auch regionalem Level divers zu betrachten. In dieser Arbeit werde ich mich in erster Linie auf die Konstruktion von Männlichkeiten im ruralen, nördlichen Uganda aufgrund der Herkunft Obotes (Lango-Distrikt) und vor allem Amin (Arua-Distrikt) und der Rolle des Militärs in der Regierungszeit Amins eingehen.

Barker und Ricardo beschreiben wichtige Grundlagen, die sie regional in Interviews erfragt hatten. In ihrer Einleitung konstatieren sie: „The chief mandate or social requirement for achieving manhood in Africa is achieving some level of financial independence, employment or income, and subsequently starting a family.“[39] Für das rurale, nördliche Uganda beschreiben sie einen engen Zusammenhang von Landbesitz und Männlichkeit. Gerade in Regionen, in denen Männer in erster Linie in der Subsistenz-Agrarwirtschaft tätig seien, ist Männlichkeit, Ehe und Arbeit eng an die Zugriffsmöglichkeiten auf Land gekoppelt.[40] Bestimmte ökomische Faktoren bestimmen also, inwiefern (vor allem jungen Männern) Männlichkeit zugesprochen wird.

Schäfer beschreibt in ihrem Buch vor allem eine militante Männlichkeit als „hegemoniale[s] gesellschaftliche[s] Konstrukt“[41] und auch Mazrui geht insbesondere auf dieses Männlichkeitskonstrukt ein. Mazrui argumentiert, dass die „warrior tradition“ vor der Kolonialzeit in den meisten afrikanischen Gesellschaften tief verkettet war.[42] Er schreibt: „Because manhood was thus linked not only to sexual virility but also to valor in war, violence itself became in some sense a masculine attribute.“[43] Darüberhinaus sieht er einen starken Zusammenhang zwischen der Konzeption von Männlichkeit und Erwachsensein. Nur wer als erwachsen gilt, kann auch wirklich als Mann voll anerkannt werden.[44]

Mazrui argumentiert, dass die koloniale Erfahrung mit der einhergehenden Infantilisierung der Afrikaner mit einer Unterminierung von Erwachsensein in Afrika und speziell auch bei Amin einhergegangen sei.[45] Er sieht also einen Bruch zwischen der Männlichkeitskonzeption im präkolonialen Uganda und in der Kolonialzeit.

Trotz dieses Bruchs beschreibt er, wie während der Kolonialzeit besonders Männer aus dem bis dato ärmsten und einflussärmsten Regionen in die Armee eingezogen wurden.[46] Diesen Fakt führt er unter anderem auch darauf zurück, dass durch den vor allem von Pastoralismus geprägten Lebensstil mit der Tradition mobile Herden zu schützen, zu gewissen athletischen Voraussetzungen geführt haben kann, die auch im Militär nützlich sind.[47] Gesellschaften, welche Pastoralismus und Feldbau kombinierten, aber über keine zentralisierte Autoritätsstruktur verfügten, haben Konzepte besessen, welche Ähnlichkeiten mit denen der „collective military honor“ gehabt haben.[48]

Idi Amin und das Männlichkeitsbild, welches er mit seinem Soldatentum und seinen Bezug auf das rurale Leben konstruiert, sieht Mazrui in der Tradition der vorkolonialen „warrior“.[49] Amin hat zuerst in dem Kolonialsystem als Soldat gedient. Dies geht bei Mazrui aber nicht mit dem Erwachsenen- und somit Männlichkeitsstatus einher. Amin habe sich erst nach seiner Machtergreifung emanzpiert und sei und somit „erwachsen geworden“.[50] Dieses Erwachsensein wiederum ist für Mazrui ein Bruch mit der Kolonialtradition und eine Zurückehren zu präkolonialen Werten.

Henry Myrttinen schreibt in seinem Aufsatz „Disarming masculinities“, dass militarisierte Männlichkeit oftmals eine imaginierte Version des Mannes, wie er traditionell gesehen wurde, ist.[51] Schäfer beschreibt auch für Uganda, dass die Mobilisierung einhergeht mit einer Limitierung von Geschlechtervorstellungen, also auch Männlichkeiten. Sie fokussiert darüberhinaus, dass diese imaginierten oder auch kulturell verankerten Vorstellungen von Männlichkeit, manipulierend von Kriegstreibern genutzt werden.[52]

Auch bei Mazrui lassen sich in der Argumentation solche Deutungsmuster lesen. Er sieht den militarisierten Mann unter Idi Amin als etwas traditionell Verankertes an. Verstärkt wird diese Verbindung durch die Abtrennung von der Kolonialzeit, welche als nicht-traditionelle Zwischenzeit dargestellt wird. Auf der anderen Seite sucht er die Wahl der britischen Kolonialmacht für Soldaten aus Norduganda nachzuvollziehen. Das Argument, dass diese Bevölkerungsgruppe bereits marginalisiert war und ökonmisch und politisch weiter marginalisiert wurde und somit weniger eine Gefahr für das Kolonialreich darzustellen schien, als beispielsweise eine Weiterführung der militärischen Organisation des Königreiches Buganda, findet nur einen kurzen Anklang, vielmehr sieht er hier doch eine gewisse Tradition, die dann infantilisiert wird. Dabei übernimmt er weitestgehend die Deutungen der britischen Kolonialmacht.

In der neueren Literatur wird in erster Linie beschrieben, wie die Kolonialmacht, die „[u]ngeachtet geographischer und gesellschaftlicher Differenzen“[53] die Bevölkerungsgruppen im Norden Ugandas als „martial tribes“ konstruierten.[54] Dabei schrieben sie ihnen besondere kriegerische Fähigkeiten zu[55] und interpretierten traditionelle Geschlechterkonstruktionen um[56]. Schäfer schreibt über die Kolonialregierung:

Dabei projizierte sie nicht nur eigene Afrika-Stereotypen, sondern sie interpretierte eigenwillig vorkoloniale Maskulinitätskonstrukte, die sich u.a. auf Viehdiebstahl als Initiationsritus bezogen.[57]

Chris Dolan fasst in seinem Aufsatz „Collapsing Masculinities and Weak States – a Case Study of Northern Uganda“ für das Jahr 2002 zusammen, dass nunmehr eine Mischung aus vorkolonialen, kolonialen und postkolonialen Einflüssen, dass Männlichkeitsbild prägen würden.[58] Er beschreibt weiterhin, dass das rurale Männlichkeitsbild in Norduganda auf sexistischen, heterosexistischen, ethnozentristischen und „adultist“ Annahmen beruht.[59] Besonders den Zusammenhang zwischen „Erwachsensein“ und „Mannsein“ hebt er ebenfalls wie Mazrui hervor.[60] Physischen Schutz bieten zu können, identifiziert er darüber hinaus als eine der Schlüsselrollen für Männer.[61] An Dolans Forschungen lässt sich auch sehen, wie Männlichkeitskonzeptionen in der Realität behindern können. So beschreibt er für den Norden Ugandas die Problematik, dass die starke Vorstellung des Ehemanns und Vaters kaum zu vereinbaren ist mit der starken Militarisierung. Die Militarisierung und damit einhergehende Situation, hindert viele Männer an der Ausübung der Landwirtschaft oder verhindert überhaupt den Zugang zu Land, um dieses zu bewirtschaften. Eben dieser Zugang ist aber einer der Schlüsselfaktoren für die Ausübung der Rolle „Ehemann/Vater“, wie sie im Ideal konzepiert ist.[62]

4. Einfluss von Männlichkeitskonzeptionen auf den Staat

4.1. Der Staat in Afrika

„Als Maß für politische Normalität gilt weltweit das europäische Staatsmodell (westfälicher Staat) mit seinem Gewaltmonopol.“[63], bemerkt Kreisky. Doch dies ist nicht die einzige Konzeption von Staat (und natürlich, wie weiter unten ausgeführt wird, eine eurozentrische Konzeption). Sauer fasst den Staat als Raum, in dem verbindliche Entscheidungen getroffen werden, mit dem Ziel die gesellschaftliche Ordnung aufrecht zuerhalten.[64] Weiterhin fasst sie wichtige Eckpunkte zusammen, die einen Staat ausmachen können: Souveränität, Gemeinschaft, die staatsbürgerliche Rechte realisiert, Territorialität und Staatsgewalt als legitime Fähigkeit des Staates Herrschaft auszuüben.[65] Weitere Theorien, die Sauer umreißt, erfassen den Staat als „sittliche Idee“ (Hegel), definieren ihn über seine Organisationsform (Bürokratie bei Weber) oder seinen Zweck (beispielsweise der Sozialstaat).[66] Auch erläutert sie einen engen Staatsbegriff, der Staat allein auf den bürokratischen Apparat oder die Regierung verengt und ihn als neutrale Instanz sieht, die Interessensausgleich in der Gesellschaft schafft und das Gemeinwohl als Ziel hat und herstellt.[67]

Diese Staatsdefinitionen sind, wie eingangs dargestellt, stark eurozentrisch geprägt. Aus diesem Grund beschreiben Naomi Chazan, Robert Mortimer, John Ravenhill und Donald Rothchild in ihrem Buch „Politics and Society in Contemporary Africa“ drei Ansätze, um den Staat in Afrika zu betrachten: Den ersten Ansatz benennen sie als „organic approach“. In diesem Ansatz wird der Staat als kritischer Akteur in der öffentlichen Zone definiert, welcher direkt soziale und ökonomische Prozesse beeinflusst. Die AutorInnen weisen diesen Ansatz als unvollständig und zu mechanisch zurück.[68]

Der zweite Ansatz ist der „configurational“. Grundlage dieses Ansatzes ist die Annahme, dass der Staat den Rahmen schafft, in welchem sich soziale Gruppen formieren und bestimmte politische Aktionen ermöglicht und andere beschnitten werden. Bei dieser Definition hat der Staat keinen direkten Einfluss mehr, vielmehr kanalisiert er verschiedene Strömungen und übt damit einen indirekten Einfluss aus.[69]

Der dritte Ansatz, der „interactive approach“, baut nochmals auf anderen Grundlagen auf und versucht die Komplexität bestehender und sich verändernden Strukturen abzubilden. In diesem Ansatz sollen auch jene Strukturen Beachtung finden, die außerhalb einer Staatsstruktur entstehen und gegebenfalls mit diesen interagieren und/oder konkurieren. Eine Einschätzung des Staates soll nach diesem Ansatz begründet sein in der Beobachtung von der Art und Weise und dem Umfang, wie staatliche Institutionen mit sozialen Gruppen interagieren und wie diese Interaktionen auf die Institutionen und sozialen Gruppen einwirken und diese verändern.[70]

4.2. Welches Geschlecht hat der Staat? und Wirkung bestimmter Maskulinitätskonzeptionen

In den vorangegangen Definitionen ist die geschlechtliche Kodierung ausgespart, da sie in den meisten Konzepten nicht bedacht ist. Kreisky mahnt dazu an, „das Männliche, das sich zunächst einmal ganz ungeniert offen und später dann unter dem Falschtitel von Neutralität bis ins Innerste politischer und bürokratischer Institutionen hinein festgekrallt hat“ aufzudecken.[71] Sauer zeigt auf, dass „Männlichkeit“ bei staatlichen Institutionen insgesamt auf drei Ebenen bestimmt werden kann. Sie unterscheidet eine „nominale“ Männlichkeit, welche anhand der Männerquote in staatlichen Insitutionen gemessen werden kann, eine „Policy-Geschlechtlichkeit“, welche anhand von Input und Output gewichtet wird und letztlich eine „substantielle“ Männlichkeit, welche die Tatsache bezeichnet, dass staatliche Institutionen durch männlich definierte Regeln und Werte strukturiert werden. Sauer merkt auch an, dass die erste Ebene allein zu betrachten, einen Gefahr laufen lässt, rein biologistisch zu analysieren.[72] Doch wie bereits erwähnt, soll es nicht um den „Mann“ als biologisches Konstrukt, sondern Männlichkeit als soziales Konstrukt und Machtinstrument gehen.

Kreisky analysiert auch, wie bei der sprachlichen Einordnung eines Staates ein Geschlecht eine entscheidene Rolle spielt: So entspricht der „normale“ und somit vernünftige Staat „normaler“ Männlichkeit. So genannten Schurkenstaaten wird eine Hypermännlichkeit zugeschrieben und Staatsschwäche wird zum Un-Männlichen, also Weiblichen, stilisiert.[73]

Sie warnt, dass eine geschlechtsneutrale Analyse dazu führt, dass Politik nicht als Männerpolitik wahrgenommen wird und somit die bestehende Hegemonie nicht betrachtet wird.[74] Sauer benennt noch eine Reihe von Faktoren, die eine männliche Struktur ausmachen und betrachtet werden können:

Die männliche Struktur staatlicher Institutionen entsteht weiterhin aus der Kombination eines versachlichten, vermeintlich ent-emotionalisierten Regelsystems, des Senioritätsprinzips, persönlicher Netzwerke von Männern sowie eines spezifischen „Denkstils“.[75]

Bei der Betrachtung von Staat und Geschlecht, darf eine Betrachtung des Konnex zwischen Krieg und Politik nicht fehlen. Letztere beide Begriffe hängen eng zusammen und wirken gleichermaßen auf Männlichkeit. Kreisky stellt fest, dass bei Krieg wie auch bei Politik um die „Institutionalisierung von Männlichkeit, um Machtressourcen der Männlichkeit“[76] geht. Doch der Zusammenhang geht über diese ähnliche Strukturierung hinaus: Oftmals wurde die politische Subjektfähigkeit direkt an die Waffenfähigkeit gekoppelt.[77] Somit strukturiert Militär Männlichkeit nicht nur und wirkt auf die Männlichkeitskonstruktion, sondern kann in direktem Zusammenhang mit der Möglichkeit zur politischen Einflussnahme stehen.[78] Auch Mazrui beschreibt diesen Zusammenhang.[79]

4.3. „Warrior“ und der ugandische Staat unter Idi Amin

Den ugandischen Staat unter Idi Amin ordnen Chazan et.al. als „personel-coercive regime“ ein.[80] Das Regime wird geführt von einer Verbindung aus einem starken Anführer (Amin) und einem „coercive apparatus“[81] Alle anderen Strukturen, wie beispielsweise die Bürokratie, werden diesem untergeordnet. Die eigentliche Exekutive kann nicht vorhersehbar immer wieder in andere Sphären eindringen. So beschreiben die AutorInnen, wie Idi Amin sich erst in den Finanzsektor (aus Ablehnung von asiatischen und britischen Holdings) einmischte und dann weiter Einfluss auf die Judikative und lokale Institutionen zu üben. Der Herrschaft in einem solchen Regime liegt in erster Linie Ausbeutung und Brutalität zu Grunde. Interaktionen wurden von Androhungen von Gewalt geprägt.[82]

Mazrui argumentierte nun in seinem Buch, dass Amin einer Linie mit der „warrior tradition“ zu sehen sei. Darüber hinaus hatte Amin als Soldat gedient und war General. Hier findet sich also der beschriebene Zusammenhang zwischen Militär und Politik. Gerade durch den Putsch waren also im tatsächlichen Sinne jene zu politisch aktiven und einflussreichen Subjekten geworden, denen eine Waffenfähigkeit unterstellt werden kann.

Nach Mazrui könnte man den Putsch noch nicht vollständig als Beweis einer militanten Männlichkeit deuten, da er argumentiert, dass die ugandischen Männer in der Kolonialzeit demaskulinisiert wurden. Er schreibt:

Yet even those Ugandans who were not demilitarized in this sense but had been recruited into the colonial army were still stripped of important aspects of the warrior tradition. Africans serving in the King’s African Rifles were not as yet warriors: they were military instruments of the imperial power. The colonial experience had included a commitment to demasculate the subjugated peoples. In the wake of that demasculation of the warrior tradition in Africa went into retirement.[83]

Bei Idi Amin sieht er aber eine langsame Emanzipation von dieser Demaskulinisierung[84] und Infantilisierung hinzu der „warrior tradition“.[85]

Mazrui zeigt in seiner Darstellung auch weitere Merkmale der angestrebten Männlichkeit. So argumentiert er, dass Amin seine Maskulinität auch durch seine Promiskuität zur Schau stellen wollte.[86] Sexualität nutzte er auch konkret politisch als Argumentation gegen asiatische Einwohner Ugandas:

For Amin readiness to intermarry is an important precondition for jointly belonging to the same political community. The already mentioned refusal by Asians to intermarry made it difficult for this rustic President to see them as genuine fellow citizens.[87]

Er sah sich als Vorbild für andere, da er selbst mit mehrern Frauen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen verheiratet war.[88] Mazrui sieht auch Polygamie als wichtiges Element der „warrior culture“.[89]

Im Punkt „Konstruktion von Männlichkeit in Uganda“ habe ich bereits gegen Mazruis These des Bruches zwischen „warrior tradition“ und Kolonialarmee sowie zwischen Kolonialarmee und der „warrior tradition“ unter Amin argumentiert. Vielmehr scheint eine komplexe Verflechtung verschiedener Männlichkeitskonzeptionen inklusive ihrer verschiedenen Deutungen zu dem militarisiertem Männlichkeitsbild der postkolonialen Zeit unter Amin beitragen.

Abgesehen vom umstrittenen Ursprung bleibt aber das Bild der militarisierten Männlichkeitskonzeption. Kreisky argumentiert, dass gerade im Militär die „politische Symbiose aus Gewalt und Männlichkeit am offensichtlichsten“[90] wird. Dies zeigt sich in der Ausführung des beschriebenen „personel-coercive regime“. Myrttinen fasst zusammen, dass besonders Konfliktsituationen (wie ein Putsch sie darstellen könnte) enge Sichtweisen auf Männlichkeit forcieren[91]:„the men with weapons have the power“[92].

5. Schlussbemerkungen

Mit neueren Forschungen betrachtet, lassen sich Mazruis Thesen zu Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen präkolonialer, kolonialer und postkolonialer Konzeption vom „warrior“ und Soldat nicht mehr stützen. Jedoch beschreibt er unabhängig von der Herkunft des Konzeptes ausführlich eine militarisierte Männlichkeit, wie sie oft in der Literatur der feministischen Politikwissenschaft als hegemoniales Männlichkeitskonzept gesehen wird.

Dieses Männlichkeitskonzept ist gleich mehrfach mit dem Staat verknüpft: Zum einen zeigt Waffenfähigkeit auch gleichzeitig die politische Subjektfähigkeit an, zum anderen beeinflusst die Männlichkeitskonzeption die konkrete Ausübung und Ausgestaltung der Macht. Das „personel-coercive regime“ wird also über die militarisierte Männlichkeit bestimmt.

In meinem Aufsatz konnte ich nicht alle Aspekte der Männlichkeitskonzeption in Uganda unter Amin und den Folgen aus diesen diskutieren. So ist die Demilitarisierung Bugandas ein weiteres komplexes Thema, welches weitere Facetten aufwerfen sollte. Auch die konkreten Folgen der Konstruktion der „martial tribes“ durch die Kolonialregierung konnte hier nicht beleuchtet werden.  Dolan geht in seinem Aufsatz aber auf diese ein und zeigt auf, wie diese Konstruktion bis heute die Acholi einschränkt in ihrer Selbstwahrnehmung und die Konstruktion ein immer noch wichtiger Aufmacher ist für ethnozentristische oder rassistische Diskurse, welche die Bevölkerung Nord-Ugandas gleichsetzen mit Primitivität und Rückwärtsgewandtheit.[93]

Darüberhinaus ist das die Konzeption einer „warrior“ Maskulinität nicht etwas, was Uganda, oder – wie Mazrui argumentiert – Afrika eigenes. In verschiedenen Ausführungen ist eine solche Maskulinität auch in der westlichen Massenkultur sichtbar.[94]

In Uganda ist das Militär und damit zwangsläufig militarisierte Männlichkeiten bis heute, wenn auch in verminderter Form, in der Politik aktiv. So stellt Schäfer fest:

Erst 2003 degradierte und verurteilte die ugandische Regierung einige Drahtzieher. Seitdem diskutiert die ugandische Zivilgesellschaft die Rolle Musevenis als Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Kritik kam auch an der Postenvergabe für >verdiente Kommandanten< auf, denn eine militärische Karriere war und ist ein Sprungbrett für politische Machtpositionen. Sie sorgen dafür, dass die staatlichen Ausgaben für die Armee trotz der Forderungen internationaler Kreditgeber noch immer sehr hoch sind.[95]

6. Literaturverzeichnis

Barker, Gary und Christine Ricardo. 2005. “Young Men and the Construction of Masculinity in Sub-Saharan Africa. Implications for HIV/AIDS, Conflict, and Violence.”, in: The World Bank (Hg.). SOCIAL DEVELOPMENT PAPERS Conflict Prevention & Reconstruction, 26).

Chazan, Naomi; Robert Mortimer; John Ravenhild und Donald Rotchild. 1992.  Politics and society in contemporary Africa, 2. Aufl., Boulder: Rienner.

Connell, R. W.; Messerschmidt, James W. 2005. “Hegemonic Masculinity. Rethinking the Concept”, Gender & Society, Jg. 19, H. 6, S. 829–859.

Dolan, Chris. 2002. “Collapsing Masculinities and Weak States – a Case Study of Northern Uganda.”, in: Cleaver, Frances (Hg.). Masculinities matter! Men, gender, and development. London, New York: Zed Books, S. 57–83.

Kreisky, Eva. 09.12.2003. „Fragmente zum Verständnis des Geschlechts des Krieges“. Veranstaltung vom 09.12.2003, Wien. Online: http://www.evakreisky.at/onlinetexte/geschlecht_des_krieges.pdf. (30.09.2010)

Kreisky, Eva. 19.03.2007. „Konzeptuelle und theoretische Vorüberlungen.“, Veranstaltung vom 19.03.2007, aus der Reihe „Staat und Politik als institutionalisierte Männlichkeit“, Zürich. Online: http://www.evakreisky.at/2007/zuerichmann/vo_19-maerz_07.pdf. (30.09.2010)

Kreisky, Eva. 26.März 2007. „Sozialwissenschaftliche Theorien über Männlichkeit.“, Veranstaltung vom 26.März 2007, aus der Reihe „Staat und Politik als institutionalisierte Männlichkeit“, Zürich. Online: http://www.evakreisky.at/2007/zuerichmann/vo_26-maerz-07.pdf. (30.09.2010)

Kreisky, Eva. 14.05.2007. „Männlichkeit als System: männerbündische Standardformen von Staat, Politik und Wirtschaft I.“, Veranstaltung vom 14.05.2007, aus der Reihe „Staat und Politik als institutionalisierte Männlichkeit“. Zürich. Online: http://evakreisky.at/2007/zuerichmann/vo_14-mai.07.pdf. (30.09.2010)

Kreisky, Eva. 18.06.2007. „Neoliberale Globalisierung und neue Kriege: Prekarisierung und Re- Maskulinisierung“, Veranstaltung vom 18.06.2007, aus der Reihe „Staat und Politik als institutionalisierte Männlichkeit“, Zürich. Online: http://www.evakreisky.at/2007/zuerichmann/vo_18_Juni-07-1.pdf. (30.09.2010)

Mazrui, Ali Al’Amin. 1975. Soldiers and kinsmen in Uganda. The making of a military ethnocracy. Beverly Hills: Sage Publications.

Mazrui, Ali Al’Amin. 1977. “The Warrior Tradition and the Masculinity of War”,  Journal of Asian and African Studies, Jg. 12, H. 1-4, S. 69–81.

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[1] Mazrui 1975, S. 195

[2] Mazrui 1975, S. 64

[3] Schäfer 2008, S. 8

[4] Kreisky 14.05.2007, S. 3

[5] Schäfer 2008, S. 332

[6] Sauer 2003, S. 6

[7] Kreisky 26.03.2007, S. 1

[8] Kreisky 19.03.2007, S. 4

[9] Schäfer 2009, S. 3

[10] Wyrod 2008, S. 805

[11] Schäfer 2008, S. 331

[12] Schäfer 2008, S. 331

[13] Mazrui 1975, S. 36

[14] Mazrui 1975, S. 39

[15] Mazrui 1975, S. 36

[16] Schäfer 2008, S. 331

[17] Mazrui 1975, S. 39

[18] Mazrui 1975, S. 49

[19] Schäfer 2008, S. 333

[20] Schäfer 2008, S. 333

[21] Mazrui 1975, S. 49

[22] Schäfer 2008, S. 333

[23] Ratele 2006, S. 56

[24] Connell, Messerschmidt 2005, S. 831

[25] Connell, Messerschmidt 2005, S. 831

[26] Connell, Messerschmidt 2005, S. 832

[27] Connell, Messerschmidt 2005, S. 832

[28] Kreisky 19.03.2007, S. 6

[29] Kreisky 19.03.2007, S. 6

[30] Connell, Messerschmidt 2005, S. 832

[31] Connell, Messerschmidt 2005, S. 832

[32] Connell, Messerschmidt 2005, S. 848

[33] Connell, Messerschmidt 2005, S. 849

[34] Zitiert nach Connell, Messerschmidt 2005, S. 851

[35] Connell, Messerschmidt 2005, S. 851

[36] Connell, Messerschmidt 2005, S. 852

[37] Connell, Messerschmidt 2005, S. 852

[38] Connell, Messerschmidt 2005, S. 853

[39] Barker, Ricardo 2005, S. V

[40] Barker, Ricardo 2005, S. 6

[41] Schäfer 2008, S. 8

[42] Mazrui 1975, S. 195

[43] Mazrui 1975, S. 199

[44] Mazrui 1975, S. 207

[45] Mazrui 1975, S. 207

[46] Mazrui 1977, S. 80

[47] Mazrui 1975, S. 36–37

[48] Mazrui 1975, S. 37

[49] Mazrui 1975, S. 195

[50] Mazrui 1975, S. 208

[51] Myrttinen 2003, S. 42

[52] Schäfer 2009, S. 4

[53] Schäfer 2008, S. 331

[54] Schäfer 2008, S. 331

[55] Schäfer 2008, S. 331

[56] Schäfer 2008, S. 505

[57] Schäfer 2008, S. 331

[58] Dolan 2002, S. 60–61

[59] Dolan 2002, S. 61

[60] Dolan 2002, S. 62

[61] Dolan 2002, S. 63

[62] Dolan 2002, S. 64

[63] Kreisky 18.06.2007, S. 3

[64] Sauer 2003, S. 3

[65] Sauer 2003, S. 3

[66] Sauer 2003, S. 3

[67] Sauer 2003, S. 3

[68] Chazan et.al. 1992, S. 40

[69] Chazan et.al. 1992, S. 40-41

[70] Chazan et.al. 1992, S. 41

[71] Kreisky 14.05.2007, S. 1

[72] Sauer 2003, S. 7

[73] Kreisky 18.06.2007, S. 4

[74] Kreisky 14.05.2007, S. 1

[75] Sauer 2003, S. 7

[76] Kreisky 14.05.2007, S. 3

[77] Kreisky 09.12.2003, S. 3

[78] Kreisky 09.12.2003, S. 1

[79] Mazrui 1977, S. 78

[80] Chazan et.al. 1992, S. 147

[81] Chazan et.al. 1992, S. 147

[82] Chazan et.al. 1992, S. 147-148

[83] Mazrui 1975, S. 64

[84] Mazrui 1975, S. 208

[85] Mazrui 1975, S. 195

[86] Mazrui 1975, S. 208

[87] Mazrui 1975, S. 225

[88] Mazrui 1975, S. 226

[89] Mazrui 1975, S. 209

[90] Kreisky 09.12.2003, S. 5

[91] Myrttinen 2003, S. 42

[92] Myrttinen 2003, S. 42

[93] Dolan 2002, S. 63

[94] Myrttinen 2003, S. 42

[95] Schäfer 2008, S. 355

Ein Kommentar zu “Männlichkeitskonzeptionen und der Staat unter Idi Amin

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